Beim Neubau wird das Haus ans öffentliche Versorgungsnetz angeschlossen. Diese Hausanschlusskosten werden von vielen Bauherren unterschätzt — und können je nach Lage und Entfernung 10.000–30.000 € betragen.
- Strom: 2.000–5.000 €
- Wasser + Abwasser: 4.000–12.000 €
- Gas: 2.000–6.000 €
- Glasfaser/Internet: 500–3.000 €
- Gesamt: ca. 8.000–26.000 €
Wer zahlt die Hausanschlusskosten?
Der Grundstückseigentümer bzw. Bauherr zahlt die Hausanschlusskosten vollständig. Die Netzbetreiber führen die Arbeiten durch und stellen die Kosten in Rechnung. Bei erschlossenen Grundstücken (in Baugebieten) sind die Leitungen meist bis zur Grundstücksgrenze verlegt — die Kosten für die letzten Meter bis zum Haus trägt immer der Bauherr.
Was beeinflusst die Kosten?
- Entfernung zur Hauptleitung: Jeder Meter Grabung kostet 80–200 € je nach Boden
- Bodenverhältnisse: Fels oder Grundwasser erhöhen Grabungskosten massiv
- Gleichzeitigkeit: Alle Anschlüsse im selben Graben = 30–50% Kostenvorteil
Erschließungskosten vs. Hausanschlusskosten
Erschließungskosten sind die Kosten für öffentliche Infrastruktur (Straßen, Gehwege, Leitungen zur Straße) — diese zahlt die Gemeinde und kann sie als Erschließungsbeitrag auf Eigentümer umlegen. Hausanschlusskosten sind die privaten Kosten für die Verbindung vom öffentlichen Netz zum Haus — immer Sache des Bauherrn.
Gas-Anschluss — noch sinnvoll?
Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und dem Trend zur Wärmepumpe stellt sich die Frage: Gas-Anschluss noch nötig? Wer mit Wärmepumpe baut, spart den Gasanschluss (2.000–6.000 €). Langfristig sinnvoll: Leerrohre für Glasfaser verlegen, auch wenn Glasfaser noch nicht verfügbar ist — das kostet wenig und spart später viel.

