Jedes Haus braucht eine Rücklage für Reparaturen und Modernisierungen. Wer keine Rücklage aufbaut, muss im Ernstfall (Heizungsausfall, Dachleck) teuer kurzfristig finanzieren.
Die Peters-Formel erklärt
Die Peters-Formel ist die bekannteste Methode zur Berechnung der Instandhaltungsrücklage:
Herstellungskosten × 1,5 ÷ 80 = Jahresrücklage
Logik: Ein Haus hat eine Lebensdauer von ca. 80 Jahren. Über diesen Zeitraum muss jeder Bestandteil 1,5-mal erneuert werden.
Typische Faustregel: 1 % pro Jahr
| Haus-Alter | Empfohlene Rücklage |
|---|---|
| Neubau (bis 10 Jahre) | 0,5–0,8 % des Kaufpreises p.a. |
| 10–30 Jahre | 1,0–1,5 % |
| 30–50 Jahre | 1,5–2,0 % |
| Über 50 Jahre | 2,0–3,0 % (bald alles fällig) |
Wofür wird die Rücklage eingesetzt?
- Heizungsaustausch (alle 15–25 Jahre): 15.000–35.000 €
- Dach (alle 30–50 Jahre): 20.000–60.000 €
- Fenster (alle 25–40 Jahre): 15.000–30.000 €
- Bad (alle 20–30 Jahre): 12.000–30.000 €
- Fassade/Dämmung (alle 30–40 Jahre): 15.000–40.000 €
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Häufige Fragen
Als Faustregel: 1–2 % des Kaufpreises pro Jahr. Bei einem 300.000-€-Haus (Baujahr 1985) wären das 3.000–6.000 €/Jahr bzw. 250–500 €/Monat. Ältere Häuser brauchen mehr Rücklage.
Die Peters-Formel berechnet die Jahresrücklage: Herstellungskosten × 1,5 ÷ 80 Jahre. Sie gilt als solide Grundlage für Vermieter und Eigennutzer gleichermaßen.
Bei unerwarteten Schäden (Heizungsausfall, Dachleck) musst du kurzfristig finanzieren — zu deutlich höheren Zinsen als ein langfristiges Baudarlehen. Eine Rücklage gibt dir finanzielle Sicherheit.
