Bereitstellungszinsen sind Zinsen, die die Bank verlangt, wenn das Darlehen bereitgestellt, aber noch nicht abgerufen wurde. Bei einem Neubau oder einer Renovierung, die länger dauert, können diese Zinsen erheblich sein — und werden oft übersehen.
- Typische Höhe: 0,25% pro Monat auf noch nicht abgerufene Beträge
- Beginnen nach Ablauf der bereitstellungsfreien Zeit (meist 3–6 Monate)
- Bei Baukredit besonders relevant (Bau dauert oft länger als geplant)
- Gut verhandelbar — oft auf 12 Monate ausdehnbar
Wann entstehen Bereitstellungszinsen?
Die Bank stellt das Darlehen ab Kreditzusage bereit — du rufst es in Tranchen ab (bei Neubau nach Baufortschritt). Für den Teil des Darlehens, der bereitsteht aber noch nicht abgerufen wurde, erhebt die Bank Bereitstellungszinsen.
Beispiel: 300.000 € Kredit, davon 100.000 € abgerufen. Auf die restlichen 200.000 € fallen 0,25%/Monat = 500 €/Monat Bereitstellungszinsen an.
Wie hoch sind Bereitstellungszinsen typisch?
Wie vermeide oder minimiere ich Bereitstellungszinsen?
- Bereitstellungsfreie Zeit aushandeln: Manche Banken bieten 6–12 Monate ohne Bereitstellungszinsen
- Darlehen erst abrufen wenn nötig: Plane Abrufzeitpunkte präzise nach Baufortschritt
- Eigenkapital zuerst verwenden: Kaufpreis zunächst aus Eigenkapital zahlen, Darlehen zuletzt abrufen
- Kürzere Bauzeit planen: Verzögerungen sind häufig — plane 2–3 Monate Puffer