Beim Hauskauf kommen zu dem eigentlichen Kaufpreis immer Kaufnebenkosten hinzu. Je nach Bundesland und ob ein Makler beteiligt ist, liegen diese zwischen 7 % und 15 % des Kaufpreises. Unser Rechner zeigt dir alle Kostenpositionen auf einen Blick.
- Nebenkosten betragen typisch 9–12 % des Kaufpreises
- Größter Posten: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 % je nach Bundesland)
- Notar + Grundbuch: ca. 2 % des Kaufpreises
- Maklerprovision: 0–7,14 % (seit 2020 geteilt)
Nebenkosten-Rechner
Welche Nebenkosten fallen beim Hauskauf an?
1. Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer ist der größte Kostenpunkt. Sie wird einmalig auf den beurkundeten Kaufpreis erhoben und ist je nach Bundesland unterschiedlich:
| Bundesland | Steuersatz | Bei 400.000 € |
|---|---|---|
| Bayern, Sachsen | 3,5 % | 14.000 € |
| Hamburg | 4,5 % | 18.000 € |
| Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, RLP, Sachsen-Anhalt | 5,0 % | 20.000 € |
| Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern | 6,0 % | 24.000 € |
| Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen | 6,5 % | 26.000 € |
2. Notarkosten
Jeder Immobilienkauf in Deutschland muss notariell beurkundet werden. Die Notargebühren sind gesetzlich geregelt (GNotKG) und richten sich nach dem Kaufpreis. Üblicherweise fallen für Beurkundung und Vollzug etwa 1,0–1,5 % des Kaufpreises an.
3. Grundbuchkosten
Nach der Beurkundung wird der neue Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Dazu kommt häufig auch die Eintragung einer Grundschuld für die Bank. Gesamtkosten: ca. 0,5 % des Kaufpreises.
4. Maklerprovision
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das Gesetz zur Teilung der Maklerprovision: Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens die Hälfte. In der Praxis teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision meist je hälftig (je 3,57 % inkl. MwSt.). Kaufst du direkt vom Eigentümer, fällt keine Provision an.
Wie viel Eigenkapital brauchst du?
Banken finanzieren in der Regel nicht die Nebenkosten — diese musst du vollständig aus Eigenkapital zahlen. Bei einem Kaufpreis von 350.000 € in Baden-Württemberg mit Makler sind das etwa 44.000 € Nebenkosten. Dazu empfehlen die meisten Banken zusätzlich 20 % Eigenkapital auf den Kaufpreis, also weitere 70.000 €. Insgesamt solltest du rund 114.000 € flüssig haben.
Viele Erstkäufer unterschätzen die Nebenkosten massiv. Plane lieber 1–2 % mehr als Puffer ein — unerwartete Kosten beim Hauskauf gibt es fast immer.
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