Als Käufer hast du nicht immer die Wahl: Entweder das Objekt wird über einen Makler angeboten, oder du kaufst direkt vom Eigentümer. Beides hat Vor- und Nachteile — die du kennen solltest, bevor du verhandelst.
Kauf über Makler — was das für dich bedeutet
Seit der Maklerprovisions-Reform 2020 gilt in Deutschland: Wer den Makler bestellt, zahlt. Bei Privatpersonen wird die Provision in der Regel geteilt — du als Käufer trägst maximal 50 % der Gesamtprovision. Typisch sind 3,57 % des Kaufpreises (inkl. MwSt.) für jede Seite.
| Kaufpreis | Maklerprovision 3,57 % für Käufer |
|---|---|
| 250.000 € | 8.925 € |
| 350.000 € | 12.495 € |
| 500.000 € | 17.850 € |
Die genaue Berechnung für dein Objekt macht unser Maklerprovision-Rechner. Was die Maklerprovision insgesamt bedeutet, erklärt Maklerprovision beim Hauskauf.
Vorteile des Maklerkaufs für Käufer
- Professionelle Unterlagen: Exposé, Grundrisse, Energieausweis meist vorhanden
- Rechtssichere Abwicklung: Makler kennt den Prozess und koordiniert Notar
- Objektive Einschätzung: Guter Makler korrigiert unrealistische Preisvorstellungen des Verkäufers
- Haftung: Makler haftet für falsche Angaben (begrenzt, aber vorhanden)
Vorteile des Direktkaufs vom Eigentümer
- Keine Provision: 3,57 % weniger Nebenkosten — das sind bei 350.000 € fast 12.500 €
- Direkter Kontakt: Du sprichst mit dem Eigentümer, bekommst echte Geschichte des Hauses
- Verhandlungsspielraum: Oft mehr Flexibilität beim Preis, da kein Makler beteiligt ist
Wann ist welcher Weg besser?
- Makler ist besser wenn: Du wenig Erfahrung hast, das Objekt komplex ist (WEG, Erbbau), der Markt unbekannt ist
- Privat ist besser wenn: Du den Markt kennst, Zeit für eigene Due Diligence hast, der Preisvorteil die Eigenarbeit wettmacht
Verhandlung — was ist möglich?
Sowohl bei Makler- als auch bei Privatangeboten ist Verhandlung möglich. Im aktuellen Markt (2026) sind 3–8 % Abschlag vom Angebotspreis oft realistisch — besonders bei längerer Vermarktungszeit. Zu häufigen Fehlern beim Kauf: Hauskauf-Fehler vermeiden.
