Der Kaufpreisfaktor (auch Vervielfältiger) ist die wichtigste Kennzahl für Kapitalanleger und eine gute Orientierung für alle: Er sagt, wie viele Jahres-Kaltmieten der Kaufpreis entspricht.

Kaufpreisfaktor berechnen

Was bedeutet der Kaufpreisfaktor?

FaktorBedeutungFür Kapitalanleger
unter 15-fachSehr günstigSehr gute Rendite
15–20-fachGünstigGute Rendite
20–25-fachMarktüblichModerate Rendite
25–30-fachTeuerNiedrige Rendite
über 30-fachSehr teuerKaum rentabel

Typische Faktoren in deutschen Städten (2026)

  • München, Frankfurt, Hamburg (A-Städte): 30–45-fach
  • Düsseldorf, Stuttgart, Köln: 25–35-fach
  • Leipzig, Dresden, Nürnberg: 20–28-fach
  • Mittelstädte (Erfurt, Halle, Rostock): 15–22-fach
  • Ländliche Lagen: 10–18-fach

Kaufpreisfaktor für Eigennutzer

Als Eigennutzer vergleichst du Kaufpreis (inkl. Nebenkosten) mit der Miete, die du nicht mehr zahlst. Als Daumenregel: Kaufpreis unter dem 25-fachen der Jahreskaltmiete deutet auf Kaufen = günstiger hin. Über dem 30-fachen ist Mieten oft wirtschaftlicher.

Kaufpreisfaktor Rechner: Ist die Immobilie ihren Preis wert?

Den vollständigen Kaufen-vs-Mieten-Vergleich findest du im Kaufen-oder-Mieten-Rechner.

Häufige Fragen

Für Kapitalanleger gilt unter 20 als gut, 20–25 als marktüblich, über 25 als teuer. Als Eigennutzer ist der Faktor unter 25 oft ein Zeichen, dass Kaufen günstiger ist als Mieten.
Kaufpreis (inkl. Nebenkosten) ÷ Jahreskaltmiete. Beispiel: Kaufpreis 300.000 € + 30.000 € Nebenkosten = 330.000 €, Miete 1.000 €/Monat = 12.000 €/Jahr. Faktor: 330.000 ÷ 12.000 = 27,5.
In München liegt der Kaufpreisfaktor 2026 typisch bei 30–45. Das bedeutet: Ein Käufer zahlt 30–45 Jahres-Kaltmieten. Die Rendite liegt entsprechend bei nur 2,2–3,3 %.