Nach dem Kauf ist vor den laufenden Kosten. Wer nur die Kreditrate einplant, erlebt böse Überraschungen. Diese Übersicht zeigt alle laufenden Kosten eines typischen Eigenheims — für ein freistehendes Haus (150 m², 4 Zimmer, Baujahr 2000, Wert 400.000 €).

Monatliche Kostenübersicht (Beispiel)

Positionmonatlichjährlich
Grundsteuerca. 120 €ca. 1.440 €
Wohngebäudeversicherungca. 70 €ca. 840 €
Haftpflichtversicherung Hausca. 15 €ca. 180 €
Heizung (Erdgas, 150 m²)ca. 160 €ca. 1.920 €
Wasser/Abwasserca. 50 €ca. 600 €
Stromca. 120 €ca. 1.440 €
Müll/Abfallgebührenca. 25 €ca. 300 €
Instandhaltungsrücklage (1 % des Werts)ca. 333 €ca. 4.000 €
Schornsteinfeger/TÜVca. 15 €ca. 180 €
Garten/Pflegeca. 30 €ca. 360 €
Gesamt Betriebskostenca. 938 €ca. 11.260 €
Plus: Die Kreditrate
  • Darlehen 320.000 €, 3,8 % Zins, 2 % Tilgung: ca. 1.547 €/Monat
  • Betriebskosten: ca. 938 €/Monat
  • Gesamtbelastung: ca. 2.485 €/Monat

Die Instandhaltungsrücklage ist entscheidend

1 % des Immobilienwerts pro Jahr ist die Faustregel. Bei neueren Häusern reichen 0,5 %, bei älteren Bauten sollte man 1,5 % einplanen. Was auf dich zukommt:

Laufende Kosten Eigenheim 2026: Was kostet ein Haus im Monat?
  • Neue Heizung: 10.000–35.000 € (alle 15–20 Jahre)
  • Dachdeckung: 20.000–60.000 € (alle 30–50 Jahre)
  • Fassadenanstrich: 5.000–15.000 € (alle 10–15 Jahre)
  • Fenster: 15.000–30.000 € (alle 25–35 Jahre)

Kosten senken: Tipps

  • PV-Anlage: spart 50–80 % der Stromkosten, amortisiert sich in 10–15 Jahren
  • Wärmepumpe mit PV: Heizkosten fast auf null
  • Versicherungen vergleichen: Preisunterschiede bis 50 % möglich
  • Grundsteuer prüfen: Widerspruch bei Überbewertung möglich

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Häufige Fragen

Die laufenden Kosten umfassen: Grundsteuer (300–1.500 €/Jahr), Wohngebäudeversicherung (400–1.000 €/Jahr), Heizkosten, Strom, Wasser, Schornsteinfeger, Wartungsverträge und Rücklagen für Reparaturen. Plan insgesamt 3–8 % des Kaufpreises als jährliche Unterhaltskosten.
Einmalige Kosten beim Hauskauf: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %), Notarkosten (1,0–1,5 %), Grundbuchkosten (0,3–0,5 %), ggf. Maklercourtage (bis 3,57 %) und Gutachterkosten (500–1.500 €). Dazu kommen Renovierung, Umzug und erste Einrichtung.
Beim selbstgenutzten Eigenheim nein. Bei vermieteten Immobilien ja: Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklercourtage zählen zu den Anschaffungsnebenkosten und können über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden (AfA).