Mit dem Hauskauf übernimmst du automatisch Risiken: Feuer, Sturm, Leitungswasser, Einbruch. Die Wohngebäudeversicherung ist keine Pflichtversicherung im rechtlichen Sinne — aber praktisch jede Bank macht sie zur Bedingung für die Finanzierung.

Wichtig beim Kauf: Du übernimmst beim Hauskauf bestehende Versicherungsverträge des Vorbesitzers. Du hast ein Sonderkündigungsrecht und kannst die Police innerhalb von 30 Tagen kündigen.

Was deckt die Wohngebäudeversicherung?

LeistungBasisErweitert
Feuer (Brand, Blitz, Explosion)
Leitungswasser
Sturm & Hagel
Elementarschäden (Überschwemmung)✓ (Zubuchung)
Glasbruch✓ (Zubuchung)

Elementarschadenversicherung — unbedingt prüfen!

Überschwemmung, Starkregen, Erdrutsch sind nicht automatisch mitversichert. Prüfe, ob dein Standort im Überschwemmungsgebiet liegt (ZÜRS-Karte) und versichere entsprechend. Nach den Flutkatastrophen 2021 haben viele Hauseigentümer ohne Elementarschutz alles verloren.

Beim Hauskauf: Frage den Verkäufer nach der bestehenden Wohngebäudeversicherung und ihrer Police-Akte. Damit erkennst du, was versichert ist, ob Schäden gemeldet wurden und ob der Versicherungsschutz ausreichend ist. Nutze unsere Hausbesichtigungs-Checkliste als Leitfaden.

Wohngebäude- vs. Hausratversicherung

Wohngebäudeversicherung = Gebäude selbst (Wände, Dach, fest verbautes Inventar). Hausratversicherung = bewegliches Hab und Gut (Möbel, Elektronik, Kleidung). Beides zusammen sorgt für vollständigen Schutz.

Alle laufenden Kosten als Eigenheimbesitzer findest du in unserem Artikel Betriebskosten Eigenheim.

Fazit: Schließe beim Hauskauf eine neue Wohngebäudeversicherung ab — kündige die übernommene Police nach Prüfung. Elementarschutz ist heutzutage fast immer empfehlenswert. Vergleiche mindestens 3 Angebote.

Häufige Fragen

Die laufenden Kosten umfassen: Grundsteuer (300–1.500 €/Jahr), Wohngebäudeversicherung (400–1.000 €/Jahr), Heizkosten, Strom, Wasser, Schornsteinfeger, Wartungsverträge und Rücklagen für Reparaturen. Plan insgesamt 3–8 % des Kaufpreises als jährliche Unterhaltskosten.
Einmalige Kosten beim Hauskauf: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %), Notarkosten (1,0–1,5 %), Grundbuchkosten (0,3–0,5 %), ggf. Maklercourtage (bis 3,57 %) und Gutachterkosten (500–1.500 €). Dazu kommen Renovierung, Umzug und erste Einrichtung.
Beim selbstgenutzten Eigenheim nein. Bei vermieteten Immobilien ja: Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklercourtage zählen zu den Anschaffungsnebenkosten und können über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden (AfA).