Mit dem Eigenheim kommen neue Versicherungspflichten — und neue Risiken, die du absichern solltest. Wir sortieren, was wirklich notwendig ist und was du weglassen kannst.

Hausversicherungen im Überblick
  • Pflicht: Wohngebäudeversicherung (meist Bankvoraussetzung)
  • Sehr sinnvoll: Hausrat, Haftpflicht, BU/Risikoleben
  • Situationsabhängig: Elementarschutz, Rechtsschutz, Bauherren-HP

Wohngebäudeversicherung — die Pflichtversicherung

Die Wohngebäudeversicherung ist bei der Baufinanzierung meist Voraussetzung. Sie deckt Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Kosten: ca. 400–1.200 €/Jahr je nach Wohnfläche und Region.

Hausversicherungen — Welche du als Eigentümer wirklich brauchst

Wichtig: Elementarschutz (Überschwemmung, Erdrutsch) ist oft nicht enthalten und muss separat vereinbart werden. In Fluss- oder Hanglagen ist das unverzichtbar.

Hausratversicherung — für den Inhalt

Die Hausratversicherung schützt den Inhalt deines Hauses — Möbel, Elektronik, Kleidung — gegen Einbruch, Feuer, Wasser und Sturm. Kosten: ca. 150–350 €/Jahr. Als Eigennutzer oft günstiger als als Mieter, da das Haus selbst schon über die Gebäudeversicherung geschützt ist.

Hausversicherungen — Welche du als Eigentümer wirklich brauchst – weiterer Blick

Haftpflichtversicherung — oft unterschätzt

Als Hauseigentümer bist du für Schäden verantwortlich, die von deinem Grundstück ausgehen — z.B. wenn ein Ast auf ein parkendes Auto fällt oder jemand auf deiner Einfahrt ausrutscht. Die Haus-und-Grundbesitzer-Haftpflicht ist dafür die richtige Versicherung (ca. 80–200 €/Jahr). Prüfe, ob deine bestehende Privathaftpflicht bereits Eigenheimbesitz abdeckt — manche Verträge erfordern eine Erweiterung.

Berufsunfähigkeitsversicherung — existenzielle Absicherung

Nicht für das Haus — sondern für dich als Kreditnehmer. Wenn du durch Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kannst, muss die Kreditrate trotzdem weiter gezahlt werden. Ohne BU droht Zwangsverkauf. Besonders für Singles ist BU absolut Pflicht.

Was kannst du weglassen?

  • Restkreditversicherung: Teuer und mit vielen Ausschlüssen — BU ist besser
  • Glasversicherung: Oft in Gebäudeversicherung integrierbar — Preisvergleich lohnt sich
  • Wartungsvertrag-Versicherungen: Meist überteuert — Rücklage ist besser
Tipp: Überprüfe alle bestehenden Versicherungen beim Hauskauf neu. Deine Mieter-Versicherungen passen oft nicht mehr — Hausrat muss aktualisiert, Haftpflicht erweitert und BU an den Kredit angepasst werden.

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Häufige Fragen

Die laufenden Kosten umfassen: Grundsteuer (300–1.500 €/Jahr), Wohngebäudeversicherung (400–1.000 €/Jahr), Heizkosten, Strom, Wasser, Schornsteinfeger, Wartungsverträge und Rücklagen für Reparaturen. Plan insgesamt 3–8 % des Kaufpreises als jährliche Unterhaltskosten.
Einmalige Kosten beim Hauskauf: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %), Notarkosten (1,0–1,5 %), Grundbuchkosten (0,3–0,5 %), ggf. Maklercourtage (bis 3,57 %) und Gutachterkosten (500–1.500 €). Dazu kommen Renovierung, Umzug und erste Einrichtung.
Beim selbstgenutzten Eigenheim nein. Bei vermieteten Immobilien ja: Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklercourtage zählen zu den Anschaffungsnebenkosten und können über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden (AfA).