Die Wohngebäudeversicherung ist eine der ersten Versicherungen, die du nach dem Hauskauf benötigst. Sie schützt das Gebäude vor Schäden durch Feuer, Sturm, Leitungswasser und mehr. Was sie kostet und worauf du beim Abschluss achten musst.

Gebäudeversicherung Kosten beim Hauskauf – was ist normal?

Was kostet die Gebäudeversicherung?

Die Prämie richtet sich nach Wohnfläche, Baujahr, Lage und Ausstattung. Als Orientierung für ein freistehendes Einfamilienhaus:

WohnflächePrämie/Jahr (Richtwert)Pro Monat
100 m²300–500 €25–42 €
150 m²450–750 €38–63 €
200 m²600–1.000 €50–83 €

Diese Kosten fließen in die laufenden Betriebskosten des Eigenheims ein — alle Positionen findest du in unserem Überblick Betriebskosten Eigenheim.

Was ist versichert?

  • Feuer: Brand, Blitzschlag, Explosion, Überspannung durch Blitz
  • Leitungswasser: Schäden durch Rohrbruch, Frost, Überlaufen
  • Sturm und Hagel: Ab Windstärke 8 (62 km/h)
  • Optional: Elementarschäden — Überschwemmung, Erdrutsch, Erdbeben (Zubuchung)
  • Optional: Glasbruch — Scheiben, Dachfenster (Zubuchung)
Elementarschutz ist heute Pflicht: Spätestens seit den Überschwemmungen 2021 sollte jeder Eigenheimbesitzer Elementarschutz haben. Prüfe deine Lage im ZÜRS-Geoportal (Zonierungssystem für Überschwemmungsrisiken). In Hochrisikogebieten kann die Versicherung teurer oder sogar verweigert werden — besser vor dem Kauf prüfen!

Beim Hauskauf: Versicherung übernehmen oder neu abschließen?

Du übernimmst beim Hauskauf automatisch den Versicherungsvertrag des Vorbesitzers — für 30 Tage hast du ein Sonderkündigungsrecht. Nutze diese Zeit, um:

Gebäudeversicherung Kosten beim Hauskauf – was ist normal? – weiterer Blick
  • Den bestehenden Schutz zu prüfen (Unterversicherung möglich wenn Haus angebaut/ausgebaut wurde)
  • Mindestens 2–3 Vergleichsangebote einzuholen
  • Elementarschutz nachzurüsten wenn nicht enthalten

Unterversicherung — das unterschätzte Risiko

Viele ältere Policen basieren auf dem Wert von 2010 oder früher. Durch gestiegene Baukosten ist das Haus heute deutlich mehr wert — und bei einem Totalschaden würde die Versicherung nicht den vollen Neubauwert erstatten. Lass den Versicherungswert aktualisieren (Versicherer bieten oft Gleitklauseln an).

Fazit: Plane 400–800 € jährlich für die Gebäudeversicherung ein. Elementarschutz ist wichtig. Prüfe beim Hauskauf den Versicherungswert auf Aktualität und kündige oder pass an binnen 30 Tagen. Alle Nebenkosten im Überblick: Nebenkosten-Rechner.

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Häufige Fragen

Die laufenden Kosten umfassen: Grundsteuer (300–1.500 €/Jahr), Wohngebäudeversicherung (400–1.000 €/Jahr), Heizkosten, Strom, Wasser, Schornsteinfeger, Wartungsverträge und Rücklagen für Reparaturen. Plan insgesamt 3–8 % des Kaufpreises als jährliche Unterhaltskosten.
Einmalige Kosten beim Hauskauf: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %), Notarkosten (1,0–1,5 %), Grundbuchkosten (0,3–0,5 %), ggf. Maklercourtage (bis 3,57 %) und Gutachterkosten (500–1.500 €). Dazu kommen Renovierung, Umzug und erste Einrichtung.
Beim selbstgenutzten Eigenheim nein. Bei vermieteten Immobilien ja: Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklercourtage zählen zu den Anschaffungsnebenkosten und können über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden (AfA).