Die Wohngebäudeversicherung ist eine der ersten Versicherungen, die du nach dem Hauskauf benötigst. Sie schützt das Gebäude vor Schäden durch Feuer, Sturm, Leitungswasser und mehr. Was sie kostet und worauf du beim Abschluss achten musst.
Was kostet die Gebäudeversicherung?
Die Prämie richtet sich nach Wohnfläche, Baujahr, Lage und Ausstattung. Als Orientierung für ein freistehendes Einfamilienhaus:
| Wohnfläche | Prämie/Jahr (Richtwert) | Pro Monat |
|---|---|---|
| 100 m² | 300–500 € | 25–42 € |
| 150 m² | 450–750 € | 38–63 € |
| 200 m² | 600–1.000 € | 50–83 € |
Diese Kosten fließen in die laufenden Betriebskosten des Eigenheims ein — alle Positionen findest du in unserem Überblick Betriebskosten Eigenheim.
Was ist versichert?
- Feuer: Brand, Blitzschlag, Explosion, Überspannung durch Blitz
- Leitungswasser: Schäden durch Rohrbruch, Frost, Überlaufen
- Sturm und Hagel: Ab Windstärke 8 (62 km/h)
- Optional: Elementarschäden — Überschwemmung, Erdrutsch, Erdbeben (Zubuchung)
- Optional: Glasbruch — Scheiben, Dachfenster (Zubuchung)
Beim Hauskauf: Versicherung übernehmen oder neu abschließen?
Du übernimmst beim Hauskauf automatisch den Versicherungsvertrag des Vorbesitzers — für 30 Tage hast du ein Sonderkündigungsrecht. Nutze diese Zeit, um:
- Den bestehenden Schutz zu prüfen (Unterversicherung möglich wenn Haus angebaut/ausgebaut wurde)
- Mindestens 2–3 Vergleichsangebote einzuholen
- Elementarschutz nachzurüsten wenn nicht enthalten
Unterversicherung — das unterschätzte Risiko
Viele ältere Policen basieren auf dem Wert von 2010 oder früher. Durch gestiegene Baukosten ist das Haus heute deutlich mehr wert — und bei einem Totalschaden würde die Versicherung nicht den vollen Neubauwert erstatten. Lass den Versicherungswert aktualisieren (Versicherer bieten oft Gleitklauseln an).
