Die Grundsteuer betrifft jeden Eigenheimbesitzer — jährlich. Ab 2025 gilt die neue Berechnungsmethode nach der Grundsteuerreform. Was sich ändert, was du zahlst und was du tun kannst, wenn der Bescheid zu hoch erscheint.
Wie wird die Grundsteuer berechnet?
Die Formel lautet:
Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz der Gemeinde = Grundsteuer
| Schritt | Was steckt dahinter? |
|---|---|
| Grundsteuerwert | Vom Finanzamt festgestellt auf Basis der Grundsteuererklärung 2022 |
| Steuermesszahl | Bundesweit: 0,31 Promille (Wohngebäude) — in Ländern mit eigenem Modell abweichend |
| Hebesatz | Von der Gemeinde festgelegt — typisch 300–800 % |
Wie viel Grundsteuer zahlen Eigenheimbesitzer?
Die Höhe variiert stark nach Gemeinde. Großstädte haben oft höhere Hebesätze als ländliche Gemeinden. Als Richtwerte:
- Ländliche Gemeinden: 200–500 €/Jahr
- Mittelstädte: 400–900 €/Jahr
- Großstädte: 600–2.000 €/Jahr
Was hat sich 2025 konkret geändert?
- Neuer Grundsteuerwert ersetzt den alten Einheitswert
- In den meisten Bundesländern: Bundesmmodell (mit Grundstücksgröße und Bodenrichtwert)
- Bayern, BW, HH, HE, NI, SL: eigene Ländermodelle (teils vereinfacht)
- Viele Gemeinden haben Hebesätze angepasst um aufkommensneutral zu bleiben
Grundsteuer als Betriebskosten
Die Grundsteuer ist eine der größten jährlichen Fixkosten beim Eigenheim. Sie zählt zu den laufenden Betriebskosten — alle Positionen findest du in Betriebskosten Eigenheim. Die steuerliche Behandlung beim Eigenheim erklärt Steuern beim Hauskauf.
Grundsteuer bei Neukauf
Wenn du ein Haus kaufst, übernimmst du automatisch die laufende Grundsteuer ab dem Übergabedatum. Im Kaufvertrag wird oft festgelegt, wie die Grundsteuer des Kaufjahres anteilig aufgeteilt wird. Unser Nebenkosten-Rechner gibt dir einen vollständigen Kostenüberblick.

