Ein Sachverständiger kostet Geld — aber er kann dir deutlich mehr sparen. Wer ein Haus kauft, ohne einen Fachmann die Substanz prüfen zu lassen, geht ein erhebliches finanzielles Risiko ein.

Kosten für einen Gutachter

ArtKostenWas du bekommst
Besichtigungsbegleitung150–400 €Mängel direkt vor Ort besprochen, keine schriftliche Ausfertigung
Kurzgutachten400–800 €Schriftliche Zusammenfassung der wichtigsten Mängel + Kostenschätzung
Vollgutachten (Verkehrswert)1.500–3.500 €Offiziell bewerteter Marktwert, rechtlich verwertbar

Was prüft ein Gutachter?

  • Feuchtigkeit in Keller, Außenwänden, Bad
  • Dachzustand: Dachstuhl, Eindeckung, Dämmung
  • Heizung: Alter, Typ, Wartungszustand
  • Elektrische Leitungen: Alter, FI-Schalter, Absicherung
  • Risse in Wänden, Fundamenten
  • Schimmelspuren (auch hinter Möbeln)
  • Fenster und Türen: Dichtigkeit, Alter
  • Abwasser- und Wasserleitungen

Wann sich ein Gutachter lohnt

Fast immer — insbesondere bei:

Gutachter beim Hauskauf: Kosten und wann er sich lohnt
  • Altbauten (vor 1990)
  • Kellern oder Erdgeschossen (Feuchtigkeitsrisiko)
  • Dachgeschossausbau ohne Baugenehmigung
  • Länger leer stehenden Objekten
  • Objekten unter Marktwert (Warum ist es günstig?)
Gutachter als Verhandlungshebel

Ein Gutachter, der 15.000 € Sanierungsbedarf identifiziert, liefert dir ein starkes Verhandlungsargument. Oft lässt sich der Kaufpreis um 5.000–20.000 € drücken — weit mehr als der Gutachter kostet.

Gutachter beim Hauskauf: Kosten und wann er sich lohnt – weiterer Blick

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Häufige Fragen

Die laufenden Kosten umfassen: Grundsteuer (300–1.500 €/Jahr), Wohngebäudeversicherung (400–1.000 €/Jahr), Heizkosten, Strom, Wasser, Schornsteinfeger, Wartungsverträge und Rücklagen für Reparaturen. Plan insgesamt 3–8 % des Kaufpreises als jährliche Unterhaltskosten.
Einmalige Kosten beim Hauskauf: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %), Notarkosten (1,0–1,5 %), Grundbuchkosten (0,3–0,5 %), ggf. Maklercourtage (bis 3,57 %) und Gutachterkosten (500–1.500 €). Dazu kommen Renovierung, Umzug und erste Einrichtung.
Beim selbstgenutzten Eigenheim nein. Bei vermieteten Immobilien ja: Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklercourtage zählen zu den Anschaffungsnebenkosten und können über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden (AfA).