Die Bauzinsen sind nach dem Rekordtief 2020/21 (unter 1 %) stark gestiegen und haben sich 2024/25 auf einem erhöhten Niveau stabilisiert. Was bedeutet das für 2026?
Aktuelle Bauzinsen 2026 (Orientierungswerte)
| Zinsbindung | Zinssatz (ca. April 2026) |
|---|---|
| 5 Jahre | 3,4–4,0 % |
| 10 Jahre | 3,6–4,2 % |
| 15 Jahre | 3,8–4,5 % |
| 20 Jahre | 4,0–4,7 % |
Was bestimmt deinen persönlichen Zinssatz?
- Beleihungsauslauf (LTV): Je weniger du im Verhältnis zum Kaufpreis finanzierst, desto besser der Zins. Unter 60 % LTV gibt es oft Bestzinsen.
- Eigenkapital: Minimum 20 % (besser: 30–40 %) des Kaufpreises
- Bonität/SCHUFA: Guter SCHUFA-Score = bessere Konditionen
- Einkommen und Ausgaben: Stabile Einnahmen, keine hohen Kredite
- Zinsbindungsdauer: Längere Bindung = höherer Zins, aber mehr Planungssicherheit
Was macht die EZB?
Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins nach den Hochzinsphasen 2023/24 seit Ende 2024 schrittweise gesenkt. Bauzinsen orientieren sich aber mehr an langlaufenden Bundesanleihen (10 Jahre) als am Leitzins direkt.
Kaufen oder mieten bei diesen Zinsen?
Bei 4 % Zins auf 300.000 € (30 Jahre, 2 % Tilgung) zahlst du ca. 1.500 €/Monat. Wenn du für weniger mieten kannst: hier findest du den großen Kaufen-vs-Mieten-Vergleich.
So vergleichst du Bauzinsen richtig
- Mindestens 5 Banken und Vermittler anfragen (ING, Deutsche Bank, Interhyp, Dr. Klein etc.)
- Effektivzins statt Nominalzins vergleichen
- Sondertilgungsoptionen (5–10 % p.a.) einfordern
- KfW-Förderung immer separat prüfen

