Grunderwerbsteuer, Notar, Makler — die Nebenkosten beim Hauskauf summieren sich schnell auf 10–13 % des Kaufpreises. Wer diese nicht aus Eigenkapital stemmen kann, fragt sich: Kann ich das mitfinanzieren? Die kurze Antwort: Ja, aber mit Konsequenzen.
Was sind die Nebenkosten beim Hauskauf?
Die vollständige Aufstellung der Nebenkosten — Grunderwerbsteuer je Bundesland, Notarkosten, Grundbuchkosten, Maklercourtage — haben wir im Nebenkosten-Rechner und dem Ratgeber Hauskauf-Nebenkosten erklärt detailliert.
Wann finanzieren Banken die Nebenkosten mit?
- Sehr gute Bonität (stabiles Einkommen, keine negativen SCHUFA-Einträge)
- Ausreichend belastbares Objekt (Beleihungswert deckt das Gesamtdarlehen)
- Teils bei starker Eigenkapitalbasis die nicht als Sicherheit benötigt wird
Was kostet die Nebenkosten-Mitfinanzierung?
| Szenario | Kaufpreis | Nebenkosten (12 %) | Darlehen | Zinssatz (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Normal (EK deckt NK) | 350.000 € | aus Eigenkapital | 280.000 € | 3,2 % |
| Nebenkosten mitfinanziert | 350.000 € | mitfinanziert | 322.000 € | 3,6 % |
Der Aufschlag auf den Zinssatz klingt klein — über 20 Jahre bedeutet er aber oft 15.000–25.000 € Mehrkosten. Dazu steigt die monatliche Belastung spürbar.
Alternative: KfW-Förderung für Eigenkapitalersatz
Für Energieeffizienzgebäude gibt es KfW-Kredite, die als Eigenkapital angerechnet werden können. Das erhöht deinen Spielraum ohne klassische 110%-Finanzierung. Mehr dazu in KfW-Förderung beim Hauskauf.
